Zu Fuß zum Berg
Das Bergwerk liegt auf rund 1300 Metern am Pfunderer Berg. Wer nicht mit dem Auto kommt, geht — am besten auf den alten Wegen der Knappen.
Goldenschön und der blaue Norgg
Fünf Wanderungen für FamilienDer blaue Norgg ist die Leitfigur unseres Wanderführers. Er stellt sich seit Jahren mit denselben Worten vor:
„Ich bin der blaue Norgg und wohne im Bergwerk von Villanders. Wie, ihr seid mir noch nie begegnet? Dann ist es höchste Zeit! Kommt doch in mein unterirdisches Reich. Durch die finsteren Höhlen wird mein Licht euch leuchten, und durch die unzähligen Gänge führe ich euch sicher wieder zum Ausgang zurück. Unterwegs erzähle ich euch spannende Geschichten, zeige euch die schönsten Steine meines Reiches und begleite euch zu den geheimnisvollsten Plätzen dieses Bergwerks.“
| Tour | Start und Ziel | Dauer | Strecke | Aufstieg | Anspruch |
|---|---|---|---|---|---|
| Norggweg | Dorf Villanders (880) → St. Anna (1133), Wege 3 und 3A | 1:30 h hin, 3 h retour | 3,5 / 7 km | 280 m | leicht |
| Dreiseenweg | Gasser Hütte (1740), Rundweg über 6, 16B, 16 | 5:30 h | 14,3 km | 570 m | leicht, Panorama |
| Kaser – Krössbrunn | Kaser (1700), Rundweg über Weg 12 | 1:20 h | 3,2 km | 80 m | leicht |
| Moorweg | Gasser Hütte (1740), Rundweg über 24, 23, 6 | 2:10 h | 5,9 km | 170 m | leicht |
| Fuchslochweg | Bergwerk (1304), Rundweg über Weg 21 | 2:40 h | 3,5 km | 130 m | mittel, März bis November |
Was unterwegs zu sehen ist
Norggweg. Vom Dorf über Schloss Gravetsch zur Wolfsgrube — von dort sieht man in die Milchrastlwand — und über den Forstweg in einer Viertelstunde nach St. Anna. Wer weiter will, folgt Weg 3 noch anderthalb Stunden nach Garnstein.
Kaser – Krössbrunn. Mitten im Wald bei Krössbrunn ist noch der Platz zu erkennen, wo einst der Schmelzofen stand. Das Goldbrünnl liegt am Dreiseenweg.
Fuchslochweg. Vom Bergwerk über die Geröllhalden zum Lorenzstollen — beim Brunnen kann man das Goldwasser aus dem Stollen trinken. Weiter zum Aussichtspunkt Fuchslöcher, mit Blick von Schwarz- und Weißhorn bis zur Rieserfernergruppe. Vorbei an der Fundgrube zum Luftschacht, dann über den Felsenweg zum Pfunderer Wetterkreuz auf 1500 Metern.
Moorweg. Vom Parkplatz Saltnerstein über Weg 24 Richtung Sam zum Moarbödele, mit Blick auf die Villnösser Geisler. Vorbei an der Fuschgnlocke zur Rinderplatzhütte, Abstecher zum Moar in Plun auf 1860 Metern.
Die Tracks stellen wir als GPX zum Herunterladen bereit. Externe Kartendienste binden wir nicht ein — deshalb lädt diese Seite auch nichts nach.
Drei Wege zum Bergwerk
Anfahrt & AnstiegeWer mit dem Auto kommt, fährt bis zum Besucherparkplatz an der Zilderer Kehre — von dort sind es 300 Meter zu Fuß zum Elisabethstollen. Wer den Berg lieber von unten heraufgeht, hat drei Anstiege zur Wahl; die Wege 2 und 3 sind reine Fußwege, Weg 1 beginnt mit der Fahrt bis zum Gasthaus Mühlele. Alle drei treffen sich bei der Kirche St. Anna (1133 m). Von dort führt Weg Nr. 3 und zuletzt eine Forststraße zum Stollen.
Mit dem Auto oder dem Bus
In Klausen nach Villanders abbiegen, vom Dorf rund 7 km Richtung Villanderer Alm bis zur Zilderer Kehre. Dort rechts ab und nach etwa 500 Metern ist der kleine Besucherparkplatz erreicht. Vom Parkplatz sind es noch 300 Meter zu Fuß zum Elisabethstollen.
Mit dem Bus: Haltestelle „Bergwerk“ an der Zilderer Kehre — ab Klausen Bahnhof und ab Villanders Dorfplatz. Von der Haltestelle rund zehn Minuten flach zu Fuß.
Der kurze, steile Weg
Mit dem Auto von Klausen durch das Tinnetal Richtung Latzfons bis zum Gasthaus Mühlele, etwa 5 km. Ab dort zu Fuß.
Über die Brücke hinauf nach St. Anna, der Forststraße folgen; beim Hinweisschild Samberger-Hof auf den Steig, der wieder auf die Forststraße zum Elisabethstollen trifft.
Alternative: vom Mühlele Richtung Schloss Garnstein, der Markierung 3 folgend in Windungen durch den Wald nach St. Anna.
Bis zum Stollen rund 2½ Stunden · 800 Hm · Schwierigkeit: schwer, eher für Geübte
Der historische Erzweg
Start am Hauptplatz Auf der Frag, durch die Unterführung der Brennerstraße, vorbei am Ansitz Fragburg.
Der Erzweg war der Arbeitsweg der Knappen: Auf ihm brachten sie das erzhaltige Gestein auf Schlitten vom Berg zum Erzstadel auf der Frag. Steil hinauf zum Johannser (784 m), dann der weiß-blauen Markierung folgend zum rund drei Meter hohen Menhir beim Moar in Ums.
Weiter zur Kirche St. Anna (1133 m, in heutiger Form 1736 erbaut) und auf Weg 3 mit der Forststraße weiter bis zum Elisabethstollen (1300 m).
Bis zum Stollen 2½ bis 3 Stunden · rund 780 Hm · Schwierigkeit: mittel
Über Gravetsch
Vom Dorf nach Gravetsch. Von dort führen zwei parallele Wege — Nr. 3 und Nr. 3B — durch den Wald hinauf nach St. Anna; sie vereinigen sich kurz vor der Waldlichtung mit der Kapelle.
Weiter auf der Forststraße bis zum Steig Samberger-Hof und über die Forststraße zum Elisabethstollen.
Gut markiert · funktioniert genauso als Rückweg hinunter ins Dorf.
Bis zum Stollen rund 1½ Stunden je Richtung · rund 420 Hm · Schwierigkeit: leicht bis mittel
Rund ums Bergwerk
Vor oder nach der FührungFünf Vorschläge aus dem Wegenetz am Pfunderer Berg — vom einstündigen Rundweg bis zum Abstieg nach Klausen.
Rundweg · ca. 1 Stunde
Zum Eingang des Lorenzstollens und zur Fundgrube, mit guter Aussicht über das Eisacktal.
Zum Samberger-Hof · ca. 1½ Stunden
Erster Teil auf R2, dann eine schöne Waldwanderung über das Pfunderer Wetterkreuz und die Laderstatt.
Rundweg 1 · ca. 2½ Stunden
Sehenswert: das St.-Anna-Kirchlein, die Ruinen der alten Schmiede, das Oberhaus, der Pulverturm und das Unterhaus.
Nach Klausen · 2½ bis 3 Stunden
Der historische Weg über St. Anna, vorbei am Kultplatz mit dem Menhir beim Moar in Ums, zum Johannser und Gimpele hinunter nach Klausen — rund 780 Höhenmeter.
Nach Villanders · ca. 1½ Stunden
Über St. Anna und Schloss Gravetsch — einer der Stammsitze der Herren von Villanders, privat — zur Pfarrkirche mit dem Glasfenster der Bergknappen (um 1520), durch die Defreggergasse ins Dorfzentrum.
Archeoparcours
Spuren über TageZwischen 2009 und 2012 wurde die Bergbaulandschaft rund um Rotlahn archäologisch erhoben. Zwei Rundwege erschließen die Fundstellen — vom Kirchlein bis zum Pulverturm.
Gehzeiten sind Erfahrungswerte der alten Website — vor der Saison mit den Guides abgleichen.
