Seit 1997 holt eine Gruppe Villanderer das alte Bergwerk aus der Vergessenheit — ehrenamtlich, Tonne für Tonne. Der Kultur- und Museumsverein Villanders EO betreibt heute das Schaubergwerk, das Museum und den Kulturtreff Rotlahn.
Von der Blockhütte zum Museum
Chronik seit 1997
1997 gründeten acht vorwiegend junge Männer aus Villanders den Verein. Sie hatten vorher schon alte Stollen am Pfunderer Berg und am Seeberg ausgekundschaftet — das Ziel: das Bergbaugebiet bekannt machen und ein bis zwei Stollen für Besucher öffnen. Allein in den ersten fünfzehn Jahren kamen rund 60.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammen, Tonnen von Ablagerungsmaterial wurden aus den Stollen gebracht.
1. August 1997 · Gründung
Acht Kumpels und ein Ziel
Gründung des Vereins Rotlahn-Pfundererberg-Seeberg — heute Kultur- und Museumsverein Villanders EO.
2000 · Die Blockhütte
Der erste Stützpunkt
Der Verein bekommt eine Blockhütte geschenkt und setzt sie auf einen gemauerten Unterbau — die Basis für Arbeiten und Führungen.
2003 · Elisabethstollen
Die ersten Führungen
Im Elisabethstollen beginnen die Führungen. Bis 2006 wird auch der Lorenzstollen begehbar gemacht und über 300 Stufen mit dem Elisabethstollen verbunden.
2005–06 · Ausbau
Platz für Besucher
Umkleiden und sanitäre Anlagen entstehen.
2009–12 · Archäologie
Rund um Rotlahn
Archäologische Erhebungen im Bergwerksgebiet, zwei Rundwege und bessere Zugangssteige.
2018 · Museum
Zwei Stockwerke mehr
Ausbau der Räumlichkeiten um Museum und Verpflegung.
Gegründet1. August 1997von acht Villanderern
Mitglieder36Beitrag 20 € im Jahr
Ehrenamt60.000 hin den ersten 15 Jahren
Guideszehnführen durch den Berg
Gelebte Geschichte — Führung in KnappentrachtVon Hand freigelegt — der Weg zurück in den Berg
Vorstand: Karl Gruber (Obmann) · Josef Mulser (Obmann-Stellvertreter) · Markus Gasser (Schriftführer) · Christof Gruber (Kassier)
Mitglieder laut alter Website: Anranter Konrad, Baumgartner Walter, Brunner Stefan, Erlacher Pastori Marianne, Gasser Christian, Gasser Engelbert, Gasser Hans Peter, Gasser Konrad, Gasser Markus, Gasser Thomas, Gruber Christof, Gruber Karl, Gruber Klaus, Gruber Martha, Gruber Maya, Gruber Nina, Gruber Otto, Gafriller Peter, Gianluca Cotza, Höller Christoph, Huber Albin, Huber Walter, Johannes Unterhauser, Krapf Helmut, Kusstatscher Sepp, Mayrhofer Andreas, Mulser Josef, Nicola Carmignola, Niederstätter Josef, Pfeifer Evi, Rabensteiner Rupert, Senn Konrad, Senn Thomas, Torggler Thomas, Webhofer Ernst — Stand mit dem Verein abgleichen.
Wofür wir stehen
Leitbild
Ein kleines, aber feines privates Museum in der Südtiroler Museumslandschaft — und ein Kompetenzzentrum für den Bergbau und seine Geschichte.
Wer wir sind
Botschafter der Kultur
Wir arbeiten besucherorientiert und stellen den Bezug zwischen Geschichte und Zukunft her.
Gesammelt wird nach qualitativen Kriterien: Objekte von landeskundlicher Bedeutung, dokumentiert für die nachfolgenden Generationen.
Unsere Aufgabe
Sammeln, Bewahren, Vermitteln
Die klassischen Museumsaufgaben, gearbeitet nach den Richtlinien von ICOM.
Eine Bildungseinrichtung, die Kultur erlebbar macht und Interesse weckt.
Für wen
Einheimische und Gäste
Kinder, Familien, Schulklassen und die Gäste des Landes.
Wo immer möglich bemühen wir uns um barrierefreien Zugang.
Wie wir arbeiten
Achtsam und ehrenamtlich
Achtsamkeit gilt intern wie gegenüber den Gästen; die Ehrenamtlichen stützen sich gegenseitig.
Kommuniziert wird auf Deutsch, Italienisch und Englisch.
Mit wem
Vernetzt im Land
Abteilung Kultur, Südtiroler Museumsverband, andere Museen und Institutionen.
Enge Verbindung zu Landesverwaltung und Gemeinde Villanders.
Finanzierung
Auf drei Beinen
Eintrittsgelder, private Sponsoren und öffentliche Haushaltsmittel.
Ergänzt durch unternehmerisches Denken und zusätzliche Finanzmittel.
Mitglied werden
Der Verein lebt vom Mitmachen
Du möchtest dem Kultur- und Museumsverein Villanders EO beitreten? Wer für den Verein arbeitet, kann Mitglied werden — und derzeit führen zehn Guides durch den Berg. Schreib uns, wir laden dich ein, Teil des Projekts zu werden.